In meinem ersten Beruf entscheiden ein paar Grad Temperatur darüber, ob etwas gelingt oder nochmal von vorn beginnt.
Zwanzig Jahre Konditorei-Confiserie haben mir zwei Dinge beigebracht, die ich nie wieder abgelegt habe: Geduld und den Blick fürs Detail.
Beides hatte ich im Gepäck, als ich 2016 zum ersten Mal ernsthaft eine Kamera in die Hand genommen habe. Die Fotografie kam nicht aus dem Nichts — die Faszination für Licht, für Oberflächen, für den einen richtigen Moment war immer schon da. Ich habe sie vorher einfach in Zucker und Schokolade ausgedrückt statt in Bildern.
Meine fotografische Reise
seit 2005
Die Konditorei
Konditorin-Confiseurin. Ein Beruf, in dem man lernt, dass nichts beim ersten Mal sitzt und dass genau darin die Befriedigung liegt. Sauber arbeiten, aufmerksam bleiben, nicht beim ersten brauchbaren Ergebnis stehenbleiben.
seit 2016
Landschaft und Makro
Zwei Schulen, die einem nichts schenken. Die Landschaft bringt einem bei zu warten — auf das Licht, auf das Wetter, auf die zehn Minuten, in denen es stimmt. Das Makro bringt einem bei, wie viel in einem Ausschnitt von drei Zentimetern passiert, wenn man wirklich hinschaut.
Unterwegs bin ich mit einer Sony α7 IV — ein Werkzeug, das ich kenne und dem ich vertraue.
2022 / 23
Fotokurs CAP@home, Zürich
Acht Kurstage bei der CAP Zürich, dazu eine Abschlussarbeit, die ich zuhause erarbeitet habe. Von der Technik bis zur Bildsprache alle Bereiche durchlaufen — herausgekommen ist mein eigenes Portfolio-Buch.
Das war der Punkt, an dem aus einem ernsthaften Hobby ein Handwerk mit Struktur wurde: auswählen, begründen, ein Buch daraus bauen.
Worum es mir geht
Den Moment einfangen. Details sehen, die andere übersehen. Und ein Bild so bauen, dass ein Gefühl darin ankommt und nicht nur eine Information.
Das klingt gross, ist aber im Kern eine handwerkliche Haltung. Ich weiss aus zwanzig Jahren Konditorei, wie lange es dauert, bis etwas wirklich sitzt.
Zwei Handwerke, eine Haltung: Präzision, Geduld, und der Blick für das Detail, auf das es ankommt.
Was ich suche
Aktuell suche ich eine Stelle als Assistenz-Fotografin — bewusst als Assistenz.
Ich habe eine solide Basis, aber ich weiss auch, was mir fehlt: die Praxis. Der echte Auftrag, der echte Zeitdruck, die Kundin, die in zwanzig Minuten weg muss. Diese Erfahrung bekommt man nicht in einem Kurs, sondern nur an der Seite von jemandem, der sie hat.
Aus meinem Beruf kenne ich die Hierarchien einer Konditorei und weiss, warum sie funktionieren: weil jemand den Überblick hat und die anderen zuverlässig zuarbeiten. Ich denke mit, ich arbeite sauber, und ich komme mit der Bereitschaft, nochmal Lehrling zu sein. Das habe ich schon einmal gemacht — es hat sich gelohnt.
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